Close
Loading the player ...
Avery Dennison Compliance-Zertifikate herunterladen
Close
Loading the player ...
ECHA zu Bewertung
Close
Loading the player ...
ECHA zu Auflagen

Bewertung

Mit der Stoffbewertung gemäß REACH soll festgestellt werden, ob die Verwendungen eines Stoffes ein Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen. Laut REACH gibt es zwei wichtige Bewertungsmechanismen.

 

Prüfung von Versuchsvorschlägen

Die Stoffbewertung wird von den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten durchgeführt, wobei die ECHA Koordinierungsfunktion übernimmt. Bei der Prüfung von Versuchsvorschlägen überprüft die ECHA diese Vorschläge auf die Gewinnung zuverlässiger und geeigneter Daten und die Vermeidung unnötiger Tierversuche.

  • Die ECHA erstellt Entscheidungsentwürfe innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens, der sich bei Phase-in- und Non-Phase-in-Stoffen unterscheidet. Registrierende und nachgeschaltete Anwender haben das Recht, sich zu dem Entscheidungsentwurf zu äußern, bevor er zum Abschluss gebracht ist, und die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten können Änderungen vorschlagen.
  • Mögliche Entscheidungen umfassen die Annahme oder Ablehnung des Versuchsprotokolls oder die an Bedingungen geknüpfte Annahme oder Ablehnung (z.B.Forderung nach mehr Versuchen).

 

Compliance-Prüfung

Bei der Compliance-Prüfung überprüft die ECHA das Registrierungsdossier, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Anforderungen der REACH-Verordnung erfüllt sind, die Qualität des eingereichten Dossiers ausreicht, die Sicherheitsbeurteilung durch einen Stoffsicherheitsbericht angemessen dokumentiert ist, die vorgeschlagenen Maßnahmen zum Risikomanagement geeignet sind und ein etwaiges Fehlen der damit verbundenen Vorlage von Daten begründet ist.

  • Wird festgestellt, dass das Dossier die Anforderungen nicht erfüllt, erstellt die ECHA einen Entscheidungsentwurf, in dem sie den Registrierenden dazu auffordert, zur Erfüllung der Anforderungen notwendige Informationen einzureichen.
  • Die ECHA führt die Compliance-Prüfung an einer Auswahl der erhaltenen Unterlagen durch, wobei die Wahl der zu prüfenden Unterlagen sowohl stichprobenartig als auch nach bestimmten Kriterien erfolgt.
 

 

Die Stoffbewertung wird durch Risikobedenken nach einer Auswertung der Daten zu Gefahren, Exposition und Menge ausgelöst. Die Stoffbewertung umfasst eine Beurteilung der Informationen von allen Registrierenden des gleichen Stoffes. Die ECHA priorisiert Stoffe für die Bewertung und listet sie in einem fortlaufenden Aktionsplan der Gemeinschaft (Community Rolling Action Plan, CoRAP) auf.

  • Innerhalb von zwölf Monaten nach der Veröffentlichung des CoRAP müssen die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten die Stoffbewertung durchführen, es sei denn, die Frist wird verlängert, weil zusätzliche Informationen angefordert werden.
  • Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten können Stoffe für den CoRAP vorschlagen.
  • Die ECHA plante die erste Vorlage des CoRAP an die Mitgliedstaaten bis zum 1. Dezember 2011. 2012 sollten 40 Stoffe bewertet sein, danach ansteigend auf 50 Stoffe pro Jahr.
 

Stoffbewertung ist Teil eines iterativen Prozesses der Datenerfassung und Datenüberprüfung, ausgehend von anfänglichen Bedenken und mit einer Entscheidung darüber endend, wie mit den Bedenken umgegangen werden soll. Das Ergebnis einer Stoffbewertung ist eine Entscheidung darüber, ob genügend Informationen vorhanden sind, um die Risikobedenken abzuklären, mit der Möglichkeit der Entscheidung, weitere Informationen anzufordern. Falls Bedenken bleiben, können sich Registrierende  oder nachgeschaltete Anwender durch freiwillige Maßnahmen mit den Bedenken befassen. Anderenfalls können die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten zu dem Schluss kommen, dass Maßnahmen gemäß den Zulassungs-, Beschränkungs- oder Einstufungs- und Kennzeichnungsverfahren in REACH ergriffen werden sollten, dass Informationen an andere für die einschlägigen Rechtsvorschriften zuständige Behörden weitergeleitet werden sollten oder dass keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind. Registrierende und nachgeschaltete Anwender haben das Recht, sich zu Entscheidungsentwürfen zu äußern, bevor sie zum Abschluss gebracht sind.

Der Bewertungsprozess kann zu Auflagen führen (d.h.Bedingungen für oder Verbot von Herstellung, Verwendung oder Inverkehrbringen eines Stoffes), die durch ein von der ECHA und/oder einem Mitgliedsstaat erstelltes Dossier nach Anhang XV umgesetzt werden können.

Bei Avery Dennison ADvantage sind folgende Materialien und Informationen verfügbar: Die Website „Complete Compliance“ dient nur der Information und soll keine Rechtsfragen beantworten.