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Leitlinien zu nachgeschalteten Anwendern in Kürze
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Leitlinien zu nachgeschalteten Anwendern
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Zusammenfassung der Pflichten
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Definitionen

Nachgeschaltete Anwender

Das Verwenden eines Stoffes oder einer Zubereitung in einem gewerblichen oder beruflichen Zusammenhang ist eine nachgeschaltete Anwendung. Mögliche Aktivitäten eines nachgeschalteten Anwenders umfassen Wiederbefüllung und Wiedereinführung sowie eine Vielzahl von Verwendungen, die im gewerblichen und beruflichen Rahmen vorkommen. Verbraucherverwendung und Verwendung von Artikeln sind keine nachgeschalteten Anwendungen. Jedoch ist die Verwendung von Stoffen zur Produktion von Artikeln eine nachgeschaltete Anwendung, und Produzenten von Artikeln haben gemäß der REACH-Verordnung eigene Pflichten.

Downstream-Users-Chart-700x850Make suppliers aware of your use during the registration processConfirm substances used comply with REACH registration and other requirements.Review and follow supplier Safety Data Sheet (SDS).Use covered by exposure scenario?Evaluate options for use outside the exposure scenarioFormulator or refiller?Provide customers information on hazards and safe conditions of use.Inform supplier when you have new information on hazards or RMM.

Registrierungsverfahren

Die Stoffregistrierung gemäß REACH wird in Phasen im Zeitraum von 2008 bis 2018 durchgeführt und danach für neue Chemikalien. Arbeiten Sie mit den Lieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass diese Ihre Verwendung kennen und sie entsprechend in das Registrierungsdossier aufnehmen. Umgekehrt holen Lieferanten gegebenenfalls Informationen von Ihnen ein, um ihre Registrierungen vorzubereiten und Expositionsszenarien zu entwickeln.

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Registrierung nach REACH und andere Anforderungen

Nachgeschaltete Anwender dürfen Stoffe, die nicht in Übereinstimmung mit der REACH-Verordnung registriert wurden, nicht in Verkehr bringen oder verwenden.

 

Das bedeutet, dass Ihre Produkte nur Stoffe enthalten dürfen, die eines der folgenden Kriterien erfüllen:

REGISTRIERT

VON DER REGISTRIERUNG AUSGENOMMEN

Vorregistriert mit Registrierungsfrist

Vom Zulieferer in einer Menge unter einer Tonne pro Jahr produziert bzw. importiert

Setzen Sie sich mit dem Zulieferer in Verbindung, um den REACH-Status festzustellen und eine schriftliche Bestätigung darüber einzuholen. Auf der ECHA-Website ist ein Verzeichnis der registrierten Stoffe einzusehen. Auch ein Verzeichnis der vorregistrierten Stoffe findet sich auf der ECHA-Website.


Nachgeschaltete Anwender müssen auch alle Auflagen erfüllen, die durch die Bewertungs- und Zulassungsprozesse gemäß REACH gemacht werden. Der Zulieferer wird üblicherweise im Sicherheitsdatenblatt angeben, ob und wann diese Auflagen gelten. Bei zulassungspflichtigen Stoffen müssen Sie alle Voraussetzungen für Ihre Verwendung erfüllen und möglicherweise eine Zulassung beantragen, wenn Ihre Verwendung nicht durch eine dem Lieferanten erteilte Zulassung abgedeckt ist.

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Sicherheitsdatenblatt

Mit der Zeit wird REACH den Umfang der Informationen, die Sie von Zulieferern erhalten, erweitern, z.B.in Sicherheitsdatenblättern (SDB). Befolgen Sie die Anweisungen in den Sicherheitsdatenblättern, die Sie erhalten. Nachgeschaltete Anwender müssen geeignete Maßnahmen einsetzen, um in den Sicherheitsdatenblättern oder anderen für sie bereitgestellten Informationen mitgeteilte Risiken zu kontrollieren.

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Expositionsszenario

Sicherheitsdatenblätter für Stoffe, die hinsichtlich Gefährdung und Menge bestimmte Kriterien erfüllen, besitzen einen Anhang mit Expositionsszenarien, einem neuen SDB-Merkmal gemäß REACH. Das Expositionsszenario enthält eine Beschreibung der betreffenden Verwendung und Informationen darüber, wie der Stoff oder die Zubereitung sicher verwendet werden können, inklusive festgelegter Maßnahmen zum Risikomanagement. Es liegt in der Verantwortung des nachgeschalteten Anwenders, zu prüfen, ob die Verwendung mit dem Expositionsszenario in Einklang steht und, falls nicht, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ihre Verwendung ist abgedeckt, wenn Ihre tatsächlichen Einsatzbedingungen und Maßnahmen zum Risikomanagement den im Expositionsszenario angegebenen entsprechen.

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Vom Expositionsszenario abweichende Verwendung

Ihnen stehen folgende Optionen zur Verfügung, wenn Ihre Verwendung eines Stoffes oder einer Zubereitung von dem Expositionsszenario im erweiterten Sicherheitsdatenblatt (eSDB) abweicht:

  • Teilen Sie Ihre Verwendung bzw. Einsatzbedingungen Ihrem Zulieferer mit, sodass der Zulieferer ein Expositionsszenario ausarbeiten kann, das Ihre Bedingungen umfasst.
  • Ändern Sie Ihre Einsatzbedingungen so, dass sie mit dem Expositionsszenario des Lieferanten übereinstimmen.
  • Suchen Sie sich einen anderen Zulieferer, der ein Expositionsszenario bereitstellt, das Ihre Einsatzbedingungen umfasst.
  • Erstellen Sie Ihren eigenen Stoffsicherheitsbericht.
  • Stellen Sie die Verwendung des Stoffes bzw. der Zubereitung ein und suchen Sie eine Alternative.

Möglicherweise gelten auch Ausnahmeregelungen, z.B.zu Forschungszwecken und unterhalb bestimmter Mengenbereiche, aber in diesen Fällen kann eine Meldung an die ECHA erforderlich sein.

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Formulierer oder Wiederbefüller?

Der Formulierer mischt Stoffe und/oder Zubereitungen, um Zubereitungen für das Inverkehrbringen herzustellen. Der Wiederbefüller füllt Stoffe oder Zubereitungen von einem Behälter in einen anderen. Beachten Sie, dass Sie möglicherweise laut REACH ein Hersteller sind und somit zusätzlichen Verpflichtungen unterliegen, wenn während des Mischvorgangs eine chemische Reaktion eintritt.

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Risiken und sichere Einsatzbedingungen

Formulierer und Wiederbefüller (nachgeschaltete Anwender), die Stoffe oder Zubereitungen bereitstellen, müssen geeignete Maßnahmen zur Risikokontrolle empfehlen. Sie müssen gemäß REACH Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung stellen und bestimmte Informationen auf andere Weise mitteilen (z.B.dass ein Stoff Auflagen unterliegt oder zulassungspflichtig ist), wenn ein Sicherheitsdatenblatt nicht erforderlich ist. Bei Erstellung eines eigenen SDB müssen nachgeschaltete Anwender relevante Expositionsszenarien anhängen und weitere wichtige Informationen aus SDB von vorgeschalteten Lieferanten verwenden. Beachten Sie als nachgeschalteter Anwender, der eigene SDB für Stoffe oder Zubereitungen erstellt, die Sie weitervertreiben, genau die Vorgaben der REACH- und GHS-Verordnung.

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Neue Informationen zu Risiken oder Maßnahmen zum Risikomanagement

Nachgeschaltete Anwender müssen Lieferanten alle Informationen bereitstellen, die sie zu den Risiken eines Stoffes erhalten, einschließlich Informationen zu Einstufung und Kennzeichnung. Neue Informationen sind Informationen, die nicht vom Lieferanten mitgeteilt wurden und nicht in öffentlichen Datenbanken oder in der Literatur zur Verfügung stehen. Neue Informationen zu Risiken können Folgendes umfassen, sind aber nicht darauf beschränkt: neue Informationen über physikalisch-chemische Eigenschaften, Stabilität und Reaktivität, Toxikologie, ökologische Folgen usw.

Verfügen Sie über neue Informationen, die Einstufung und Kennzeichnung beeinflussen und somit den Stoff anders als der Lieferant einstufen, müssen Sie dies der ECHA melden, es sei denn, Sie verwenden von dem betreffenden Stoff weniger als eine Tonne pro Jahr.

Nachgeschaltete Anwender müssen Zulieferern auch Informationen zur Eignung von Maßnahmen zum Risikomanagement in den Expositionsszenarien mitteilen. Das umfasst beispielsweise Erkenntnisse darüber, dass die Maßnahmen zum Risikomanagement nicht wirksam sind, Expositionswege betreffen, die nicht vorkommen, oder der Einstufung und Kennzeichnung widersprechen.

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Bei Avery Dennison ADvantage sind folgende Materialien und Informationen verfügbar: Die Website „Complete Compliance“ dient nur der Information und soll keine Rechtsfragen beantworten.