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Übersicht der BS 5609-zertifizierten Etikettierungsprodukte von Avery Dennison herunterladen
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Die 10 häufigsten Fragen zum wasserbasierten Tintenstrahldruck aufrufen
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GHS-Richtlinien (4. überarbeitete Ausgabe) herunterladen
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Implementierungsstatus des GHS aufrufen

Die 10 häufigsten Fragen zum GHS und zum wasserbasierten Tintenstrahldruck

1. Was ist GHS?

Das GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) ist ein System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien und liefert standardisierte Kriterien zu ihrer Klassifizierung bezüglich gesundheitlicher, physischer und ökologischer Risiken.

Im Rahmen des GHS müssen die Art und das Ausmaß der Gefahren einheitlich durch Etiketten kenntlich gemacht werden. Dabei kommen sechs Grundelemente zur Anwendung:

• Gefahrensymbole oder -piktogramme

• Signalworte wie „Gefahr“ oder „Warnung“

• Hinweise zu Gefahren wie „Lebensgefahr bei Verschlucken“

• Hinweise zu Vorsichtsmaßnahmen bei Lagerung, Entsorgung und Handhabung

• Produktkennzeichnungen zur Bestimmung chemischer Inhaltsstoffe

• Unternehmenskennzeichnung

 

2. Warum wurde das GHS entwickelt?

Viele Länder verfügen über Vorschriften zur Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Chemikalien. Leider sind die weltweiten Unterschiede bei den Kennzeichnungsanforderungen so erheblich, dass eine einzige Chemikalie unter Umständen eine Vielzahl von Einstufungen, Kennzeichnungen und Sicherheitsdatenblättern benötigt, je nachdem, wo auf der Welt sie produziert und wohin sie transportiert wird. Die Kennzeichnungsvielfalt der einzelnen Länder ist eine mögliche Fehlerquelle beim Transport und bei der Verwendung der Chemikalien und konfrontiert Chemieproduzenten mit einem beträchtlichen administrativen Aufwand.

Um Uneinigkeiten zu vermeiden und weltweit einheitliche Standards zu schaffen, haben die Vereinten Nationen das Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS) geschaffen.

3. Können Sie mir mehr über das GHS, seinen Geltungsbereich und seine Klassifizierungen sagen?

Der Geltungsbereich des GHS umfasst alle gefährlichen Chemikalien, Stoffe und Stoffgemische sowie jegliche Arten der Verwendung – Produktion, Transport, Lagerung, Verwendung am Arbeitsplatz und Verwendung durch Verbraucher. Das GHS gilt nicht für Lebensmittel, Pharmazeutika oder Kosmetik.

Das GHS nutzt eine zweiteilige Klassifizierung, um Folgendes zu bestimmen:

• die Art der Gefahr (z. B. entzündlich oder korrosiv gegenüber Metallen)

• das Ausmaß der Gefahr (wobei Kategorie 1 die höchste Stufe darstellt)

Das GHS liefert eine Reihe standardisierter Kriterien zur Klassifizierung von Chemikalien bezüglich gesundheitlicher (z. B. hautreizend), physischer (z. B. entzündlich oder korrosiv) und ökologischer Risiken (z. B. die Ozonschicht schädigend).

Nach der Einstufung einer Chemikalie müssen die Gefahren durch Etiketten undSicherheitsdatenblätter (SDB) kommuniziert werden. Die Etiketten können zwar unterschiedlich formatiert sein, das GHS legt jedoch Standards für sechs grundlegende Elemente fest, die einheitlich dargestellt werden müssen, um Gefahren eindeutig kenntlich zu machen und Sicherheitsvorkehrungen zu vermitteln.

Weitere Einzelheiten finden Sie in den GHS-Richtlinien (4. überarbeitete Ausgabe): http://www.unece.org/fileadmin/DAM/trans/danger/publi/ghs/ghs_rev04/English/ST-SG-AC10-30-Rev4e.pdf

 

4. Wird das GHS in der Europäischen Union vollständig umgesetzt?

Die Europäische Union veröffentlichte die Verordnung zur GHS-Umsetzung am 31. Dezember 2008. Der Stichtag für die Klassifizierung chemischer Stoffe war der 1. Dezember 2010, für Stoffgemische war der Stichtag für die Umsetzung der 1. Juni 2015.

Aktuell befinden wir uns in einer Übergangsphase für Stoffgemische, die vor dem 1. Juni 2015 hergestellt wurden und sich „auf Lager“ befinden (eine Nachfrist erlaubt die Verwendung nicht GHS-konformer Kennzeichnungen). Der Stichtag für die Übernahme des GHS-Etiketten- und GHS-SDB-Formats ist der 1. Juni 2017.

Beachten Sie, dass die folgenden 28 Länder Mitgliedstaaten der EU sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der UNECE (Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) zum Implementierungsstatus des GHS: http://www.unece.org/trans/danger/publi/ghs/implementation_e.html

 

5. Wie lauten die BS 5609-Anforderungen gemäß GHS?

Die GHS-Standards erfordern die Einhaltung des International Maritime Dangerous Goods (IMDG) Code, einem globalen System, das den sicheren Seetransport gefährlicher Güter regelt. Laut IMDG-Code müssen Etiketten für Gefahrgüter die Spezifikationen von BS 5609 erfüllen. BS 5609 legt Haltbarkeitsstandards für gedruckte selbstklebende Etiketten, die in einem maritimen Umfeld eingesetzt werden.

In den technischen Bereichen von BS 5609 werden zwei Eigenschaften eines Etiketts getestet, um seine Haltbarkeit unter maritimen Bedingungen festzustellen:

• In Sektion zwei wird das Grundmaterial des Etiketts auf seine Witterungs- und Abriebbeständigkeit sowie seine Farbechtheit und Haftung geprüft.

• In Sektion drei wird das gedruckte, selbstklebende Etikett geprüft. Dies umfasst auch die Drucksysteme, Tinten und Farbbänder, die auf zertifizierte Obermaterialien angewendet werden. Dabei wird die Lesbarkeit und Beständigkeit untersucht, nachdem das Etikett maritimen Bedingungen ausgesetzt wurde.

 

6. Verfügt Avery Dennison über BS 5609-zertifizierte Materialien?

Ja. Durch Verwendung der verschiedenen BS 5609 zertifizierten Etikettenmaterialien von Avery Dennison Dennison zusammen mit dem angegebenen Drucker und den Tinten können Verarbeiter problemlos die GHS-Anforderungen erfüllen.

Klicken Sie hier, um eine spezielle Liste von Produkten der Avery Dennison Material Group aufzurufen, die den Materialanforderungen in BS 5609 Sektion zwei entsprechen.

Üblicherweise sind die Verarbeiter dafür verantwortlich, eine Zertifizierung gemäß Sektion drei zu erwerben, bei der Tinten und Farbbänder zur Verwendung mit den gemäß Sektion zwei zertifizierten Etikettenmaterialien geprüft werden.

 

7. Welche Druckverfahren eignen sich für den internen GHS-Etikettendruck?

Im Grunde gibt es zwei Verfahren, um als Chemieproduzent intern GHS-Etiketten zu drucken.

Die erste Möglichkeit ist der Etikettendruck mit einem Barcode-Drucker. Bei diesem Verfahren erhalten Sie zuerst eine Rolle mit vorgedruckten Etiketten und allen Farben, beispielsweise dem Rotton für GHS-Piktogramme, Firmenlogos und Branding. Dann werden mit einem monochromen Thermotransferdrucker alle Daten in Schwarz aufgedruckt (Piktogramme, Chargennummern, Warnzeichen usw.).

Für diesen Prozess ist ein großer Bestand vorgedruckter Etiketten erforderlich sowie zusätzliche Lagerkapazitäten für jegliche Variationen beim Etikettendesign und -inhalt. Dies stellt den Chemieproduzenten vor Herausforderungen bei Logistik sowie Abfall- und Lagermanagement. Die Auswahl unterschiedlicher Varianten aus dem Lagerbestand erhöht außerdem das Risiko von Produktionsfehlern.

Die zweite Möglichkeit ist der Etikettendruck mit einem Farbdigitaldrucker. Bei diesem Verfahren drucken Sie alle Farben in einem Durchgang, ohne dass ein Bestand vorgedruckter Etiketten erforderlich ist. Unterschiedliche Informationen, Firmenlogos und Brandings sowie unterschiedliche Sprachen können vollständig durch den Digitaldrucker umgesetzt werden.

Durch den Digitalprozess kann der Etikettendrucker auch an ein ERP-System oder Datenbanken angebunden werden, sodass die Etikettenproduktion zentral steuerbar ist. So können Produktionsfehler deutlich reduziert werden, während gleichzeitig unnötige Lagerbestände und Abfälle vermieden werden. Die am häufigsten verwendeten Farbetikettendrucker sind Farblaserdrucker und Tintenstrahldrucker mit wasserbasierten Tinten.

 

8. Was sind wasserbasierte Tintenstrahldrucker? Sind sie für den Druck von GHS-Etiketten geeignet?

Zu den wasserbasierten Tintenstrahldruckern gehören Maschinen für die Produktion (z. B. die CDT 2600-Serie von Colordyne) und Arbeitstischmaschinen (z. B. Colordyne CDT 1600-S und 1600-C). Es gibt auch zwei Tintenkategorien: farbstoffbasierte Tinte und pigmentbasierte Tinte (siehe unten).

Farbstoffbasierte Tinten haben in der Regel ein gutes Farbspektrum, verblassen jedoch schnell unter Lichteinwirkung und sind wenig wasserfest. Pigmenttinten hingegen sind sehr beständig gegen Licht und Wasser, verfügen aber über ein schmaleres Farbspektrum. Für GHS-Etiketten ist ein wasserbasierter Tintenstrahldrucker mit einem pigmentbasierten Tintensystem erforderlich.

In unserer zu wasserbasierten Tintenstrahldruckern finden Sie anhand derer Sie feststellen können, welche wasserbasierten Tintenstrahldrucker über ein pigmentbasiertes Tintensystem verfügen.

 

9. Wie finde ich heraus, welcher Drucker für GHS-Etiketten geeignet ist?

Die meisten Hersteller von wasserbasierten Tintenstrahldruckern präsentieren die für GHS-Etikettierung empfohlenen Modelle auf ihren Websites. Sie können die Eignung anhand der Produkt- und Tintendaten überprüfen. Ein Großteil dieser Informationen wurde von Avery Dennison bereits zusammengetragen. Sie finden diese in unserer wasserbasierter Tintenstrahldrucker.

 

10. Haben Sie Substrate für wasserbasierten Tintenstrahldruck mit BS 5609-Zertifikat im Angebot?

Ja. AZ089 DIG WBIJ PE127 MATT WHITE-S4600-50#SCK ist zertifiziert gemäß BS 5609 Sektion zwei und drei. Die Mindestbestellmenge beträgt lediglich 451 Quadratmeter.

Um mehr über Tintenstrahl-Drucktechnik und Avery Dennison Produkte zu erfahren, lesen bitte die 10 häufigsten Fragen zum wasserbasierten Tintenstrahldruck.