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Bio-based PE key feature story
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Biobasiertes PE-Etikettenmaterial von Avery Dennison – Häufig gestellte Fragen

Ist es ebenso gut wie herkömmliches PE? Wie ist seine CO2-Bilanz? Woher stammen die Rohmaterialien für die biobasierte PE-Folie von Avery Dennison? Die Antwort auf diese und alle weiteren Fragen, die Sie schon immer stellen wollten, finden Sie hier.

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F: Hat biobasierte PE-Folie gegenüber PE auf Basis fossiler Rohstoffe eine bessere CO2-Bilanz?

A: Ja. Wir haben eine Lebenszyklusanalyse durchgeführt, um für Folien den Umwelteinfluss von Polyethylenharz auf Zuckerrohrbasis im Vergleich zu PE-Harz auf Basis fossiler Rohstoffe zu beurteilen. Die LZA-Methodologie basiert auf diesen primären LCI-Daten für PE-Harz aus Zuckerrohr von Braskem(1) (siehe nachstehendes Diagramm) und berücksichtigt:

  • Die Kohlenstoffaufnahme, d. h. Aufnahme aus der Atmosphäre während das Zuckerrohr wächst
  • Die Kohlenstoffabgabe am Ende der Gebrauchsdauer (EoL, End of Life) – ähnlich der des EoL von PE auf Basis fossiler Rohstoffe(2)
  • Den tatsächlichen Prozentanteil von PE-Harz auf Zuckerrohrbasis, der Harz auf Basis fossiler Rohstoffe während der Produktion von PE-Folien ersetzt
  • Die zusätzlichen Emissionen durch den Transport zum Hersteller der PE-Folie von Harz auf Zuckerrohrbasis gegenüber dem Transport von Harz auf Basis fossiler Rohstoffe

(Die Methodologie belegt keine überlegene Leistung bei anderen Umwelteinflussindikatoren).

Braskems CO2-Bilanz-VergleichBilanz (t CO q./t Polymer)

 

F: Woher stammen die Rohmaterialien für die biobasierte PE-Folie von Avery Dennison?

A: Die Polyethylen-Obermaterialien bestehen aus Ethanol, das durch die Fermentierung des Zuckers in der Zuckerrohrpflanze produziert wird. Die Gesamtkonstruktion der Etikettierungsfolie enthält mehr als 80 % biobasierten Inhalt (sowohl bei weißen als auch bei transparenten Versionen). Das für die Herstellung von biobasiertem PE verwendete Zuckerrohr wird in Brasilien angebaut.

 

F: Nutzt biobasiertes PE gentechnisch veränderte Kulturpflanzen?

A: Das Ethanol, das zur Herstellung von biobasierten PE-Folien verwendet wird, stammt aus Brasilien, wo gentechnisch verändertes Zuckerrohr nicht verkauft wird. Die interdisziplinäre Gruppe CTNBio (www.ctnbio.gov.br) legt fest, dass sich die für die kommerzielle Kultivierung in Brasilien gegenwärtig zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen (GVOs) auf Baumwolle, Mais und Sojabohnen beschränken.

 

F: Hat biobasiertes PE Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion?

A: Brasilien verfügt aktuell über 330 Millionen(3) Hektar kultivierbare Fläche*. 52 % davon werden für Nutztiere beansprucht, 26 % liegen brach und 22 % werden für den Ackerbau genutzt. Lediglich 1,4 %(4) der gesamten Nutzfläche in Brasilien wird für die Ethanolproduktion beansprucht und die Produktion von PE-Folie macht von diesen 1,4 % nur einen winzigen Anteil aus (insg. 0,02 %). Zusätzlich werden 60 %(5) des landesweiten Zuckerrohrs in São Paulo angebaut, wo zum Ausgleich des Stickstoffs in der Erde während der Fruchtfolge Hülsenfrüchte gepflanzt werden. 15–20 % der Zuckerrohr produzierenden Gebiete kultivieren daher Sojabohnen, Bohnen und Erdnüsse, die dem Lebensmittelmarkt zugute kommen.

 

F: Wie viel Land wird für die Produktion genutzt?

A: Für 200.000 Tonnen biobasierte PE-Folie werden etwa 65.000 Hektar Zuckerrohr benötigt. Oder mit anderen Worten: 0,02 % der gesamten Nutzfläche Brasiliens.

 

Flächennutzung
Großes Potenzial für nachhaltiges Wachstum


F: Wie viel Energie wird während der Kultivierung verbraucht?

A: Zuckerrohrbagasse, ein beim Pressverfahren anfallendes Abfallprodukt, wird oft zur Erzeugung von Elektrizität genutzt. Dies kann die gesamte Ethanolproduktion speisen, wodurch sich der gesamte Prozess selbst versorgt. Überschüssige Energie wird außerdem an das brasilianische Stromnetz abgeleitet.

F: Wo wird das Zuckerrohr angebaut? Und hat es eine Auswirkung auf den Amazonas?

A: Etwa 90 %(6) der für die Ethanolproduktion zuständigen, brasilianischen Zuckerrohrplantagen befinden sich in südlichen und zentralen Regionen, die mehr als 2.500 km vom Amazonas entfernt sind. Die übrigen Plantagen befinden sich überwiegend im Nordosten. Ausweitungen des Zuckerrohranbaus werden durch die Agrarökologische Zonierung Zuckerrohr (ZAE Cana, Zoneamento Agroecológico da Cana-de-Açúcar) reglementiert, was bedeutet, dass Amazonas- und Pantanal-Biome ebenso wie einige andere Gebiete vermieden werden müssen.
 

F: Was ist die Agrarökologische Zonierung Zuckerrohr (ZAE Cana, Zoneamento Agroecológico da Cana-de-Açúcar)?

A: Zoneamento Agroecológico da Cana-de-Açúcar (Agrarökologische Zonierung Zuckerrohr oder ZAE Cana) ist ein von der brasilianischen Regierung entworfenes politisches Instrument zum Studium des Klimas und des Erdbodens in den unterschiedlichen Regionen Brasiliens. Es berücksichtigt ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte, um sicherzustellen, dass die Ausweitung des Zuckerrohrs auf nachhaltige Weise geschieht.

Die auferlegten Beschränkungen bedeuten, dass die Ausweitung des Zuckerrohranbaus nicht mehr als 7,5 % von Brasiliens Landmasse (65,7 Millionen Hektar) betragen darf. Das von ZAE Cana eingereichte Gesuch wurde am 17. September 2009 genehmigt.
 

F: Wie muss das Land beschaffen sein, damit es sich für neuen Zuckerrohranbau eignet?

A:Brasiliens Richtlinie über agrarökologisches Zonieren (ZAE) von 2009 bestimmt erlaubte Regionen und verbietet die Ausweitung in alle folgenden Gebiete:

  • Amazonas- und Pantanal-Biome
  • Das hydrografische Becken des Río Paraguay
  • Regionen mit jedweder Art von einheimischer Vegetation
  • Regionen ohne günstige Erd- und Klimabedingungen
  • Regionen, die vollständig irrigiert werden müssen
  • Schutzgebiete
  • Reservate von Ureinwohnern
  • Regionen mit hohem biodiversen Erhaltungswert

Neue Zuckerrohrproduktion wird ausschließlich durch die Umwandlung von (abgetragenem, natürlichem und kultiviertem) Grünland oder Feldern sonstiger früherer Kulturpflanzen (Sojabohnen, Baumwolle, Mais) genehmigt. Beim Wiedereinlagern des abgetragenen Grünlands fördert Zuckerrohr die Erholung des Bodens und erhöht dessen Kohlenstoffanteil.
 

F: Werden Pestizide und Fungizide eingesetzt?

A: Zuckerrohrplantagen bekämpfen Schädlinge in der Regel mit biologischen Maßnahmen und gentechnischen Verbesserungsprogrammen. Der Einsatz von Pestiziden ist selten und von Fungiziden annähernd null.
 

F: Werden Zuckerrohrfelder während des Anbaus abgebrannt?

A: Das Abbrennen vor der manuellen Ernte macht das Schneiden des Zuckerrohrs sicherer, da das Stroh verbrannt wird. Die brasilianische Gesetzgebung hat jedoch einen Termin zur Beendigung des Abbrennens festgelegt. Darüber hinaus wurde 2007 in São Paulo ein freiwilliges Protokoll (Protocolo Agroindustrial do Estado de São Paulo) eingeführt, das strengere Ziele setzt. Mühlen, die das Protokoll befolgen, verpflichten sich, das Abbrennen in mechanisierten Gebieten zwischen 2014 und 2021 (in nicht-mechanisierten Regionen zwischen 2017 und 2031) abzuschaffen. Mehr als 95 % des gesamten, im Jahr 2009 im Bundesstaat São Paulo produzierten Ethanols kam von Mühlen, die das Protokoll unterzeichnet haben.
 

F: Wie viel Wasser wird verbraucht?

A: Der Wasserbedarf wird in der Anbauphase fast ausschließlich durch Regenwasser gedeckt. In einem als Fertigation bezeichneten Prozess wird dies durch Vinasse ergänzt, einem Beiprodukt der Ethanolherstellung, das reich an Wasser und organischen Nährstoffen ist.
 

F: Welche sozialen Auswirkungen hat der Anbau von Zuckerrohr?

A: Es gilt brasilianisches Recht sowie die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) festgelegten Vorschriften und Arbeitsbedingungen, die von allen Arbeitgebern befolgt werden sollten. Die Regierung führt diesbezüglich regelmäßig Inspektionen durch.
 

F: Ist biobasierte PE-Folie leicht zu verarbeiten und recycelbar?

A: Ja. Biobasierte PE-Folie verhält sich von der Verarbeitung bis zur letztendlichen Wiederverwertung in Standardanlagen annähernd wie herkömmliches PE.

Wie zuverlässig sind die Angaben zum biobasierten Inhalt in den Folien?

Unsere biobasierte PE-Etikettenfolie wurde von einem unabhängigen Analyselabor auf C-14 getestet. Es bestätigte einen biobasierten Inhalt von mehr als 80 %.

Dieses neue Produkt ist zwar biobasiert, aber was ist der Unterschied zwischen „biobasiert“ und „biologisch abbaubar“?

Ein biologisch abbaubarer Kunststoff ist ein Kunststoff, der auf biologische Weise abbaubar ist. In diesem Verfahren geschieht der Abbau durch die Aktivität natürlich vorkommender Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Algen. Seit 2008 gelten folgende Spezifikationen als Industriestandard: ASTM D6400, ASTM D6868, ASTM D7081 oder EN 13432.

Biobasierte Materialien werden nach dem Anteil ihres Kohlenstoffanteils definiert, das im Gegensatz zu fossilem Kohlenstoff aus biologischen Materialien oder landwirtschaftlichen Quellen gewonnen wird. Biobasierter Inhalt wird gemäß den von ASTM D6866 festgelegten Verfahren gemessen.

 

 

Quellen:

  • Braskem LCA-Daten
  • Braskem - I’m Green™ polyethylene
  • Branchenverband Zuckerrohr (UNICA, União da Indústria de Cana-de-Açúcar)
  • IBGE, Conab und UNICA
  • European Bioplastics

 

HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Ein Teil dieser Informationen wird vom Lieferanten von biobasiertem Harz, Braskem bereitgestellt.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS – Alle Angaben von Avery Dennison, technische Informationen und Empfehlungen, basieren auf als zuverlässig erachteten Tests, stellen jedoch keinerlei Garantie oder Gewährleistung dar. Alle Produkte von Avery Dennison werden unter der Voraussetzung verkauft, dass der Käufer unabhängig die Eignung dieser Produkte für die gewünschten Zwecke ermittelt hat. Sämtliche Produkte von Avery Dennison werden gemäß den allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen von Avery Dennison verkauft, die Sie hier finden: http://terms.europe.averydennison.com

(2) Der oben angeführte Ansatz macht die ökologischen Vorteile von biobasiertem Material unmissverständlich deutlich. Die Kohlenstoffaufnahme leistet einen großen Beitrag zum Gesamtergebnis. Wir weisen darauf hin, dass es keine Einigkeit darüber gibt, ob biogener Kohlenstoff unabhängig von fossilem Kohlenstoff betrachtet werden sollte.
(3) Quelle: Branchenverband Zuckerrohr (UNICA, União da Indústria de Cana-de-Açúcar): http://unica.com.br/.
(4) Quellen: IBGE, Conab und UNICA (www.unica.com.br). Datenerhebung durch ICONE und Unica.
(5) Quellen: IBGE, Conab und UNICA (www.unica.com.br). Datenerhebung durch ICONE und Unica.
* Kultivierbares Land schließt geschütztes Land wie Biome mit hoher Biodiversität wie der Amazonas-Regenwald, Pantanal und Umweltschutzgebiete aus. Die brasilianische Gesetzgebung legt fest, dass 20 % allen Grundstückeigentums geschützt werden sollten.